Josef Poisinger hat eine wunderschöne Arado 555-3 gebaut.
Die Arado aus dem FMT-Bauplan hatte doch nicht die gewünschten Flugeigenschaften.
Einen kleinen Baubericht der neuen Arado hat uns Josef freundlicherweise für
diese Homepage geschrieben.

ARADO 555/3, die Zweite
Nach den ernüchternden Erfahrungen mit der ersten Arado hat sich in kurzer Zeit
eine Interessensgemeinschaft in RCO gebildet, und in regem Mailverkehr wurde dann
die Neukonstruktion in Angriff genommen. Mein Dank gilt an dieser Stelle Hans Rupp
für Profilwahl und Berechnung, sowie Raimund Sonst und Alwin Müller, die
mir stets mit Ratschlägen zur Seite standen.
Spannweite 120cm, Gewicht 925 Gramm, 41,3qdm², 21,8g/dm²
Profil Phönix 10%, keine Schränkung innen, Schränkungssprung 3,5grad,
keine Schränkung außen. Profiltiefe innen 50cm, Knick 37cm, außen
6,5cm. Spw. innen 35cm, außen 25cm. Pfeilung 45 Grad, V-Form Innenfläche
10 Grad pro Seite nach oben, Außenfläche 10 Grad nach unten.
Motorsturz 9 grad, Schwerpunkt bei 317 mm an der Wurzelrippe. Ruderausschläge
+/- 30 Grad, Startstellung +4 Grad.













Erfahrungen nach bisher 22 Flügen und rund 2,5 Stunden Flugzeit:
an der Auslegung ist nichts zu verbessern, und der gewählte Antrieb paßt
optimal. Der Flächenknick ist bruchempfindlich und sollte mit Gewebeband
verstärkt werden. Kufe fast bis zur Flächenspitze vorziehen, um den Akku
auf ganzer Länge abzustützen. Im Schwerpunktbereich sollte die untere
Beplankung neben der Kufe verstärkt werden, da man beim Kippen des Modells
an dieser Stelle gegendrückt.
Viel Spass beim Nachbau, Josef Poisinger








Hallo Arado-Freunde,
hier noch einige Verbesserungen, die nach ca. 70 Starts vorgenommen wurden.
Damit wurden bis jetzt weitere 50 Flüge gemacht, es sind keine weiteren
Modifikationen nötig:

Die tiefliegende Nase hat bei den Landungen die Flügelspitze durch die
Hebelwirkung extrem beansprucht, was zu Rissen im Bereich des Akkudeckels geführt
hat. Jetzt wird die Nase an den Rumpf gesteckt und nur durch eine Feder gehalten.

Außerdem wurde der weiße Bereich der Fläche durch eine 49g-Glasmatte verstärkt
Da bei der gewählten Motorisierung das Modell problemlos bodenstartfähig
ist, wurden zwei kleine Räder (Ladenrollen) in die Kufe eingebaut. Seither hat
es nur mehr einen einzigen Handstart gegeben, zu Demozwecken für das Video bei Alwin.

Für besseren Geradeauslauf beim Start kamen Bügel aus Stahldraht an
die Flächenspitzen, damit kann man mit dem Querruder am Boden sogar ein wenig
lenken, da der kurveninnere Draht stärker bremst. Als angenehme Nebenwirkung
sind die Flächenspitzen bei der Landung jetzt wesentlich besser geschützt.
